Demenzgerechtes Wohnen
Menschen mit Demenz haben im Verlauf der Erkrankung zunehmend Schwierigkeiten, sich in ihrer Umgebung zurechtzufinden und Gefahren richtig einzuschätzen. Das führt dazu, dass das Risiko für Unfälle steigt. Eine demenzgerechte Gestaltung der Wohnung kann helfen, die Orientierung zu erleichtern, das Wohlbefinden zu steigern und die Sicherheit zu erhöhen. Wichtig ist eine übersichtliche Einrichtung mit vertrauten Möbeln, die den Betroffenen hilft, sich räumlich besser zurechtzufinden. Auch eine der Tageszeit angepasste Beleuchtung, große Uhren und Kalender können die zeitliche Orientierung unterstützen.
Mit zunehmender Demenz verschlechtert sich die Aufmerksamkeit, das Gleichgewicht und die Einschätzung von Situationen. Deshalb sind technische und bauliche Maßnahmen sinnvoll, um das Risiko von Unfällen zu verringern. Es gibt zudem spezielle Wohnformen, die auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ausgerichtet sind. Es ist ratsam, sich frühzeitig über diese Angebote zu informieren, um die bestmögliche Unterstützung zu erhalten.
Eine Umgestaltung der Wohnung im Sinne der Demenzgerechtigkeit kann mit Kosten verbunden sein. Hier können Leistungen der Pflegekassen helfen, die finanzielle Belastung zu reduzieren.
Zudem ist es wichtig, die Diagnose nicht zu verdrängen, sondern sich frühzeitig mit der Erkrankung auseinanderzusetzen. Das ermöglicht es, passende Hilfsangebote kennenzulernen und das Leben mit Demenz bestmöglich zu gestalten. So können Betroffene und ihre Angehörigen langfristig besser mit der Herausforderung umgehen.
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Quelle: Diese Informationen stammen vom Bundesministerium für Gesundheit (o. J.) und sind auf https://gesund.bund.de/demenzgerechtes-wohnen abrufbar