Pflege-WGs: Leben in ambulant betreuten Wohngruppen
Pflege-Wohngemeinschaften (Pflege-WGs) bieten pflegebedürftigen Menschen die Möglichkeit, in Gemeinschaft zu leben und trotzdem selbstbestimmt zu bleiben. Anders als in einem Heim haben die Bewohnerinnen und Bewohner meist ein eigenes Zimmer und teilen sich Gemeinschaftsräume wie Küche oder Wohnzimmer. Sie werden im Alltag von einer Präsenzkraft unterstützt, die hilft, den Tag zu organisieren, beim Einkaufen begleitet oder einfach ansprechbar ist. Je nach Bedarf können auch mehrere Betreuungspersonen in der WG arbeiten.
Es gibt zwei Modelle: selbstverantwortete Pflege-WGs, in denen die Bewohner und ihre Angehörigen vieles selbst regeln, und anbieterverantwortete Pflege-WGs, die von einem Pflegedienst oder Träger organisiert werden. In beiden Formen steht das Leben in der eigenen kleinen Gemeinschaft im Mittelpunkt – mit mehr Privatsphäre und Eigenständigkeit als im klassischen Pflegeheim.
Die Pflegeversicherung unterstützt Pflege-WGs mit finanziellen Leistungen: Zum Beispiel mit einem Wohngruppenzuschlag von monatlich bis zu 214 Euro pro Person. Außerdem gibt es eine Anschubfinanzierung für neue Pflege-WGs – etwa für Umbauten oder Ausstattung.
Pflege-WGs sind eine gute Alternative für Menschen, die auch im Alter gemeinsam mit anderen leben möchten, dabei aber auf gute Versorgung nicht verzichten wollen. Eine Beratung kann helfen, passende Angebote zu finden oder eine neue WG zu gründen.
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Quelle: Diese Informationen stammen vom Bundesministerium für Gesundheit (o. J.) und sind auf https://gesund.bund.de/pflege-wohngemeinschaften abrufbar