Medikamenten-Liste

Medikamenten-Liste
Aktualisiert am: 03.09.2025· Nächstes Update: 2028
Quelle:Gesundheitsinformation.de

Einleitung

Als Vorbereitung auf den Arztbesuch und für den eigenen Überblick ist eine Medikamenten-Liste hilfreich – am besten in Form einer Tabelle. Hier finden Sie eine Vorlage, die Sie auch auf Ihrem PC ausfüllen und abspeichern können.

Medikamenten-Liste – Vorlage zum Ausfüllen und Ausdrucken
Medikamenten-Liste – Vorlage zum Ausfüllen und Ausdrucken

In der Tabelle notieren Sie alle Mittel, die Sie anwenden: verschriebene Medikamente, nicht rezeptpflichtige Arzneien, aber auch pflanzliche Mittel und Nahrungsergänzungsmittel. Denken Sie neben Tabletten und Kapseln auch an Sprays, Salben, Zäpfchen und andere Darreichungsformen.

Folgende Informationen sollte die Liste oder Tabelle enthalten:

  • Name des Medikaments: Wirkstoff und Handelsname
  • Höhe der Einzeldosis und Darreichungsform, zum Beispiel: 100 mg Tablette
  • Zeitpunkt und Menge der Einnahme, zum Beispiel: morgens und abends je 1 Tablette
  • besondere Hinweise, zum Beispiel: im Kühlschrank lagern, nicht mit Milchprodukten oder direkt nach dem Frühstück einnehmen
  • Grund für die Anwendung, zum Beispiel: Bluthochdruck, Schmerzen oder Eisenmangel

Ein Ausfüll-Beispiel:

Wirkstoff: Ibuprofen

Handelsname: Arthro-IBU

Stärke: 800 mg

Form: Tablette

Dosierschema (wann): 1-0-0-0 (1 Tablette morgens)

Einheit: Stück

Hinweise: direkt nach dem Frühstück einnehmen

Grund: Knieschmerzen (Arthrose)

Medikamenten-Liste – ein Ausfüll-Beispiel (Ausschnitt)
Medikamenten-Liste – ein Ausfüll-Beispiel (Ausschnitt)

Sie können im Feld „Hinweise“ notieren, wann Sie mit der Einnahme begonnen haben und bis wann Sie das Medikament nehmen sollen. Außerdem können Sie eintragen, wann die nächste Kontrolle in der Arztpraxis geplant ist.

Zum Beispiel:

Beginn 07.07.2025, nächster Termin Hausarzt 28.07.2025

Wann besteht Anspruch auf einen Medikationsplan von der Ärztin oder vom Arzt?

Unter bestimmten Voraussetzungen haben gesetzlich Versicherte einen Anspruch auf einen Medikationsplan, den die Ärztin oder der Arzt für sie erstellt und ausdruckt. Die Voraussetzungen sind:

  • Sie benötigen drei oder mehr rezeptpflichtige Medikamente.
  • Die Medikamente wirken systemisch – das heißt, sie verteilen sich im ganzen Körper.
  • Die Medikamente werden für einen Zeitraum von mindestens vier Wochen verordnet.

Der Medikationsplan umfasst nicht nur die verordneten Medikamente, sondern auch alle anderen Arzneimittel. Er ist einheitlich aufgebaut und enthält neben persönlichen Angaben wie Name und Geburtsdatum alle nötigen Informationen – etwa Namen und Dosierungen der Medikamente sowie Hinweise, wie und warum die Mittel angewendet werden.

Kann ich die Liste auch digital erhalten?

Ja. Wenn man es wünscht, wird der Medikationsplan auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert. Man hat aber weiterhin Anspruch auf die Papierversion.

In der elektronischen Patientenakte (ePA) gibt es außerdem eine Medikationsliste. Sie enthält die Arzneimittel, die man mittels eines E-Rezepts verschrieben bekommen hat. Künftig soll auch der Medikationsplan in die ePA integriert werden. Dann wird es möglich sein, dort Informationen zur Einnahme und Dosierung sowie zu nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten zu erfassen.

Quellen

Friedland J. Arzneiformenlehre für PTA. Stuttgart: WVG; 2013.

Hein L, Fischer JW. Taschenatlas Pharmakologie. Stuttgart: Thieme; 2019.

Herdegen T. Kurzlehrbuch Pharmakologie und Toxikologie. Stuttgart: Thieme; 2024.

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Ihr persönlicher Medikationsplan. Alle Medikamente auf einen Blick. 2021.

Kretz FJ, Reichenberger S. Medikamentöse Therapie. Arzneimittellehre für Gesundheitsberufe. Stuttgart: Thieme; 2007.

Plötz H. Kleine Arzneimittellehre für Fachberufe im Gesundheitswesen. Heidelberg: Springer; 2017.

Pschyrembel Online. 2025.

Inhalt teilen

Passende Anbieter zu diesem Artikel