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Brustkrebs: Behandlung von Lymphödemen

Brustkrebs: Behandlung von Lymphödemen
Nächstes Update: 2029
Quelle:Gesundheitsinformation.de

Einleitung

Der Arm fühlt sich schwer an, er kribbelt oder spannt, und Ringe sitzen eng am Finger: Nach einer Brustkrebsbehandlung können dies Warnzeichen für ein sein. Es früh zu erkennen und rasch etwas gegen die Schwellung zu unternehmen, kann entscheidend sein. Denn mit der Zeit können sich die Beschwerden verstärken.

In den Industrieländern treten Lymphödeme am häufigsten bei Frauen auf, die wegen einer Brustkrebserkrankung operiert oder bestrahlt worden sind. Doch auch Menschen, die wegen einer anderen Krebsart behandelt worden sind, können damit zu tun haben – und einige wenige Menschen haben ein , ohne jemals an Krebs erkrankt gewesen zu sein.

Was ist ein Lymphödem?

Bei einem schwillt ein Körperteil an, weil sich Lymphflüssigkeit (Lymphe) darin staut. Die Lymphe ist eine klare Flüssigkeit, die durch den ganzen Körper fließt. „Ödem“ (griechisch) bedeutet Schwellung aufgrund einer Flüssigkeitseinlagerung.

Das Lymphsystem ist ein wichtiger Teil des Abwehrsystems unseres Körpers: Es ist unter anderem für die Bekämpfung von Infektionen zuständig. Ein Lymphödem entsteht, wenn Lymphgefäße oder Lymphknoten geschädigt sind. Zuerst schwillt der betroffene Körperteil an, weil sich Flüssigkeit im Körpergewebe ansammelt und nicht mehr richtig abtransportiert werden kann. Wenn sich das Ödem verstärkt, ist das Infektionsrisiko erhöht. Bleibt die Schwellung über längere Zeit bestehen, kann das dazu führen, dass die Flüssigkeit sehr tief in das Gewebe eindringt. Das kann eine Fibrose hervorrufen – eine Verdichtung und Verhärtung des Gewebes, die sehr schwer zu behandeln ist.

Wodurch entsteht ein Lymphödem?

Operationen und Bestrahlungen können die Lymphgefäße unterbrechen. Bei einer Brustkrebsoperation kann es nötig sein, Lymphknoten aus der Achselhöhle zu entfernen, um festzustellen, ob sie Krebszellen enthalten. Manchmal ist die Schädigung der Lymphknoten auch ein nicht beabsichtigter Nebeneffekt der Behandlung. Dies lässt sich nicht immer vermeiden – auch wenn Chirurginnen und Chirurgen versuchen, so schonend wie möglich zu operieren.

Direkt nach der Operation ist ein nicht ungewöhnlich. Normalerweise ist es eher schwach ausgeprägt und nach einigen Wochen oder Monaten wieder verschwunden. Man kann nicht genau vorhersagen, bei wem sich ein entwickeln wird und ob sich die Beschwerden später verstärken oder dauerhaft bestehen bleiben. Man weiß nur, dass Übergewicht das Risiko für ein erhöht.

Ein kann auch noch Monate oder Jahre nach einer Krebsbehandlung auftreten. Etwa 6 bis 20 von 100 Frauen, die wegen Brustkrebs operiert oder bestrahlt wurden, entwickeln ein , meist im ersten oder zweiten Jahr nach der Krebsbehandlung. Nach einer Brustkrebsoperation bildet sich ein meist im Arm, manchmal aber auch an der Hand oder im Brustbereich.

Das Risiko für ein hängt davon ab, wie während der Operation vorgegangen wird. Früher wurden in der Regel zehn und mehr Achsel-Lymphknoten entfernt. Nach einem solchen Eingriff bildet sich bei etwa 20 von 100 Frauen ein . Gibt es nach Voruntersuchungen keinen Hinweis auf einen Befall der Achsel-Lymphknoten, wird mittlerweile nur noch der sogenannte Wächterlymphknoten entfernt und untersucht. In diesem Lymphknoten würden sich bei einer Ausbreitung des Tumors als erstes Krebszellen finden. Ist er nicht befallen, müssen die anderen Lymphknoten in der Achselhöhle nicht entfernt werden. Nach diesem Vorgehen bekommen etwa 6 von 100 operierten Frauen ein .

Quellen

IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

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