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Golferarm: Kraft- und Dehnübungen

Golferarm: Kraft- und Dehnübungen
Nächstes Update: 2028
Quelle:Gesundheitsinformation.de

Einleitung

Spezielle Dehn- und Kräftigungsübungen sollen dazu beitragen, dass ein Golferarm schneller abheilt. Wie die folgenden Übungsbeispiele zeigen, sind sie leicht machbar und lassen sich gut in den Alltag einbauen.

Einen Golferarm erkennt man daran, dass die Innenseite des Ellenbogens beim Bewegen des Armes schmerzt und das Zupacken schwerfällt. Bis die Beschwerden eines Golferarms sich bessern, kann es einige Zeit dauern. Bei den meisten Menschen verschwinden sie aber innerhalb eines Jahres auch ohne aufwändige Behandlung wieder. Dehn- und Kräftigungsübungen sollen die Beschwerden lindern und den Heilungsprozess beschleunigen. Bei der sogenannten exzentrischen Trainingstherapie wird die Beugemuskulatur im Unterarm gestärkt – also die Muskulatur, die beispielsweise beim Schlagen eines Golfballs oder beim Rudern belastet wird. Regelmäßiges Dehnen (Stretching) wird ebenfalls häufig empfohlen – auch wenn die Wirksamkeit von Dehnübungen bislang nicht erwiesen ist.

Welche Übungen sinnvoll sind, kann mit Physiotherapeutinnen oder Physiotherapeuten, Ärztinnen oder Ärzten besprochen werden.

Was ist exzentrisches Training?

Grundsätzlich wird beim Muskeltraining zwischen konzentrischen und exzentrischen Bewegungen unterschieden. Bei einer konzentrischen Bewegung zieht sich der Muskel zusammen, bei einer exzentrischen Bewegung dehnt er sich. Ein Beispiel für eine konzentrische Übung ist, wenn eine Hantel in der Hand gehalten und zum Körper hingeführt wird. Bei einer exzentrischen Übung hingegen senkt man den Arm mit der Hantel langsam ab.

Exzentrische Übungen bei einem Golferarm

Exzentrisches Training des Unterarms stärkt die Muskulatur, die beispielsweise beim Schlagen eines Golfballs belastet wird.

Hier ein Beispiel:

  1. Eine Hantel in die Hand des betroffenen Arms nehmen und sich hinsetzen.
  2. Den Arm auf den Oberschenkel legen, mit der Handinnenfläche nach oben. Der Ellenbogen ist angewinkelt und das Handgelenk gestreckt.
  3. Die Hand mit der Hantel langsam absenken.
  4. Mit der freien Hand helfen, die Hand wieder in die Ausgangsposition zu bringen.
  5. Etwa 10- bis 15-mal wiederholen.
  6. Nach einer kurzen Pause 2 weitere Durchläufe anschließen.

Die animierte Grafik zeigt eine exzentrische Übung bei Golferarm, bei der der Arm mit einer Kurzhantel langsam abgesenkt wird.

Wichtig ist, keine zu schwere Hantel zu nehmen. Sie soll etwa 30 % des Gewichts haben, das man maximal halten kann. Leichte Schmerzen sind in Ordnung, man sollte den Arm jedoch nicht überlasten.

Dehnübungen (Stretching) bei einem Golferarm

Beim Stretching wird die Beugemuskulatur des Handgelenks am Unterarm gedehnt. Stretching wird empfohlen, um die Beweglichkeit von Arm und Handgelenk zu verbessern. Solche Dehnübungen können entweder aktiv oder passiv durchgeführt werden. Aktiv heißt: Man führt sie selbst aus. Passiv bedeutet, dass zum Beispiel eine Physiotherapeutin oder ein Trainingspartner den Körperteil dehnt.

Hier ein Beispiel für eine aktive Dehnübung:

  1. Den betroffenen Arm ausstrecken, sodass die Handfläche zur Decke zeigt.
  2. Das Handgelenk lockerlassen, sodass die Hand nach unten fällt.
  3. Mit der anderen Hand die Hand des betroffenen Arms zum Körper ziehen.
  4. Die Dehnung etwa 30 bis 45 Sekunden halten.
  5. Die Übung 3-mal wiederholen.

Dehnübungen sind etwa 2-mal am Tag sinnvoll.

Die Grafik zeigt eine Dehnübung bei einem Golferarm. Dabei wird die Beugemuskulatur des Handgelenks am Unterarm gedehnt.
Quellen

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Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

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