Idecabtagen vicleucel (Abecma) bei fortgeschrittenem multiplem Myelom nach 2 bis 3 vorherigen Therapien

Einleitung
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2024 geprüft, ob Idecabtagen vicleucel für vorbehandelte Personen mit multiplem Myelom im Vergleich zu den Standardtherapien Vor- oder Nachteile hat.
Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller eine geeignete Studie mit 261 Patientinnen und Patienten vor. Davon wurden 173 mit Idecabtagen vicleucel behandelt und 88 Personen erhielten eine individuell angepasste Therapie. Die untersuchten Personen waren bereits mit 2 bis 3 Therapien behandelt worden und wurden im Mittel (Median) etwa bis etwas über 2 Jahren beobachtet. Es zeigten sich folgende Ergebnisse:
Welche Vorteile hat Idecabtagen vicleucel?
Schwere Erkrankungen der Atemwege und des Brustraums: Hier deutet die Studie auf einen Vorteil für die Männer in der Studie hin. Bei den Männern mit Idecabtagen vicleucel traten bei 5 von 100 Männern diese schweren Nebenwirkungen auf. Mit den Vergleichstherapien war das bei 22 von 100 Männern der Fall.
Für die untersuchten Frauen zeigte sich kein Unterschied.
Schwere Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen: Hier deutet die Studie auf einen Vorteil von Idecabtagen vicleucel für alle untersuchten Patientinnen und Patienten hin.
Welche Nachteile hat Idecabtagen vicleucel?
Schwere Nebenwirkungen insgesamt: Bei den schweren Nebenwirkungen deutet die Studie auf einen Nachteil von Idecabtagen vicleucel hin: Sie traten in der Gruppe mit Idecabtagen vicleucel bei 93 von 100 Personen auf. Mit den Vergleichstherapien war das bei 84 von 100 Patientinnen und Patienten der Fall. Dazu gehörten unter anderem schwere Neutropenien, bei denen der Körper zu wenig Abwehrzehrzellen hat, und ein schwer erniedrigter Phosphatspiegel. Ein sehr niedriger Phosphatspiegel im Blut kann zu Beschwerden wie beispielsweise Muskelschwäche, Atemnot oder Krampfanfällen führen.
Wo zeigte sich kein Unterschied?
Welche Fragen sind noch offen?
Quellen
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