Niraparib / Abirateron (Akeega) ohne Hormonblockade bei fortgeschrittenem Prostatakrebs
Einleitung
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2024 geprüft, ob Niraparib / Abirateron (Handelsname Akeega) für Männer mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs mit BRCA1- oder BRCA2-Mutation im Vergleich zu den Standardtherapien Vor- oder Nachteile hat.
Der Hersteller legte hierzu eine Studie vor, aus der die Daten von 180 Männern ausgewertet wurden. Sie waren alle im Stadium des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakrebses noch nicht mit einer Therapie vorbehandelt worden. Die eine Hälfte erhielt Niraparib in Kombination mit Abirateron, die andere Hälfte ein Placebo mit Abirateron. Alle Männer bekamen zusätzlich Prednison oder Prednisolon. Die Gruppe mit Niraparib wurde 22 Monate behandelt, die Männer mit dem Placebo 14 Monate. Sie wurden bis zu 5 Jahren nachbeobachtet.
Welche Vorteile hat Niraparib / Abirateron?
Lebenserwartung: Hier deutet die Studie auf einen Vorteil für die Männer hin, die nicht in einem früheren Stadium der Erkrankung mit einer taxanhaltigen Chemotherapie behandelt wurden. Mit Niraparib waren 39 von 100 Männern in der Studienzeit von knapp 3 Jahren gestorben. Ohne Niraparib waren es im gleichen Zeitraum 71 von 100 Männer.
Welche Nachteile hat Niraparib / Abirateron?
Wo zeigte sich kein Unterschied?
Schwere Nebenwirkungen insgesamt: Hier gab es keinen Unterschied. In beiden Gruppen traten bei 60 bis 70 von 100 Personen schwere Nebenwirkungen auf.
Zudem zeigten sich keine Unterschiede bei:
- Stärke und Beeinträchtigung durch Schmerzen
- Gesundheitszustand
- Gesundheitsbezogene Lebensqualität
- Therapieabbrüche wegen Nebenwirkungen
- Akute myeloische Leukämie
- Knochenmarkserkrankungen (myelodysplastisches Syndrom)
Welche Fragen sind noch offen?
Quellen
Herausgeber:gesundheitsinformation.de
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