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Osimertinib (Tagrisso) bei Lungenkrebs mit aktivierenden EGFR-Mutationen nach Operation

Osimertinib (Tagrisso) bei Lungenkrebs mit aktivierenden EGFR-Mutationen nach Operation
Erstellt am: 19.11.2024· Nächstes Update: 2027
Quelle:Gesundheitsinformation.de

Einleitung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2024 geprüft, ob Osimertinib (Handelsname Tagrisso) im Vergleich zu den Standardtherapien oder dem abwartenden Beobachten bei Personen mit nicht kleinzelligem Lungenkrebs und EGFR-Mutationen nach einer Operation Vor- oder Nachteile hat.

Der Hersteller legte hierzu eine Studie mit 682 Teilnehmenden vor. Davon wurde die eine Hälfte mit Osimertinib behandelt und die andere Gruppe bekam ein . Alle Personen wurden regelmäßig untersucht. Es wurden Patientinnen und Patienten mit oder ohne adjuvante platinbasierte untersucht. Sie waren zu Beginn der Studie alle in einem guten Allgemeinzustand. Lungenkrebs wird für die Behandlung in unterschiedliche Stadien eingeteilt. Bei den untersuchten Personen war die Krebserkrankung in den Stadien IB bis IIIA. Die Stadien unterscheiden sich in der Tumorgröße, Ausbreitung und der Metastasenbildung. Die Patientinnen und Patienten wurden bis zu etwas über 5 Jahren untersucht. Es zeigten sich folgende Ergebnisse:

Welche Vorteile hat Osimertinib?

Lebenserwartung: Hier deutet die Studie auf einen Vorteil von Osimertinib hin. Mit Osimertinib waren 12 von 100 Patientinnen und Patienten gestorben. Ohne Osimertinib waren es 24 von 100 Patientinnen und Patienten.

Wiederauftreten der Krebserkrankung (): Hier deutet die Studie ebenfalls auf einen Vorteil von Osimertinib hin: Im Mittel () trat der Krebs innerhalb von etwa 4 Jahren bei 28 von 100 Personen in der Gruppe mit Osimertinib wieder auf. Ohne Osimertinib war das bei 62 von 100 Personen der Fall.

Welche Nachteile hat Osimertinib?

Schwere Nebenwirkungen: Hier deutet die Studie auf einen Nachteil von Osimertinib hin. Sie traten mit Osimertinib bei 23 von 100 Personen auf. Ohne Osimertinib war das bei 14 von 100 Personen der Fall. Zum Beispiel traten schwere Magen-Darm-Erkrankungen bei Behandlung mit Osimertinib häufiger und früher auf. Auch bei den Untersuchungen wie zum Beispiel Blutuntersuchungen aufgrund von schweren Nebenwirkungen deutet die Studie auf einen Nachteil hin.

Auch bei Therapieabbrüchen wegen Nebenwirkungen deutet die Studie auf einen Nachteil von Osimertinib hin. Mit Osimertinib brachen 13 von 100 Personen die ab. Ohne Osimertinib waren es 3 von 100 Patientinnen und Patienten.

Auch bei den folgenden Nebenwirkungen deutet die Studie auf einen Nachteil hin:

  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
  • Magen-Darm-Erkrankungen: Durchfall, Geschwüre im Mund, der Mundschleimhaut
  • Nagelbettentzündung
  • Verminderter Appetit

Wo zeigte sich kein Unterschied?

Bei folgenden Aspekten zeigte sich kein Unterschied zwischen den Gruppen:

  • Bei einzelnen schweren Nebenwirkungen wie verschiedenen schweren Lungenerkrankungen und schweren Herzerkrankungen
  • Gesundheitsbezogener Lebensqualität
Quellen

IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

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