InformationenFrühbewertung von ArzneimittelnPembrolizumab (Keytruda) bei fortgeschrittenem Magenkrebs (HER2-positiv)

Pembrolizumab (Keytruda) bei fortgeschrittenem Magenkrebs (HER2-positiv)

Pembrolizumab (Keytruda) bei fortgeschrittenem Magenkrebs (HER2-positiv)
Nächstes Update: 2027
Quelle:Gesundheitsinformation.de

Einleitung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2024 geprüft, ob Pembrolizumab für Personen mit fortgeschrittenem, HER2-positivem Magenkrebs oder Krebs des Übergangs zur Speiseröhre im Vergleich zu den Standardtherapien Vor- oder Nachteile hat. Ist ein Adenokarzinom HER2-positiv und weist erhöhte Mengen des Proteins PD-L1 auf, wird Pembrolizumab in Kombination mit Trastuzumab und einer fluoropyrimidin- und platinbasierten verabreicht.

Der Hersteller legte hierzu eine Studie vor, aus denen die Daten von 90 Personen ausgewertet werden konnten. Eine Hälfte wurde mit Pembrolizumab behandelt, die andere Gruppe erhielt ein . Alle Patientinnen und Patienten erhielten zusätzlich Trastuzumab und 5-Fluorouracil plus Cisplatin. Es zeigten sich folgende Ergebnisse:

Welche Vor- oder Nachteile hat Pembrolizumab?

Es zeigten sich weder Vor- noch Nachteile von Pembrolizumab.

Wo zeigte sich kein Unterschied?

Lebenserwartung: Hier zeigte sich kein Unterschied. In beiden Gruppen waren die Teilnehmenden im Mittel () nach 11 bis 16 Monaten gestorben.

Schwere Nebenwirkungen: Auch hier gab es keinen Unterschied: In beiden Gruppen traten nach im Mittel () etwa 2 Monaten schwere Nebenwirkungen auf.

Welche Fragen sind noch offen?

Der Hersteller legte keine geeigneten Daten vor zu:

  • Krankheitsbeschwerden
  • Gesundheitszustand
  • Gesundheitsbezogener Lebensqualität
  • Therapieabbrüchen wegen Nebenwirkungen
  • Schweren Herzerkrankungen
  • Schweren immunvermittelten Nebenwirkungen (hier greift das eigene den Körper an)
Quellen

IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

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