Remdesivir (Veklury) bei Covid-19 bei Erwachsenen mit Risiko für schweren Verlauf, aber ohne Notwendigkeit einer Sauerstoffgabe

Einleitung
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2022 geprüft, ob Remdesivir (Handelsname Veklury) im Vergleich zu den Standardtherapien Vor- oder Nachteile hat – und zwar für Erwachsene mit Covid-19, die keine zusätzliche Sauerstoffgabe benötigen, aber ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben.
Der Hersteller legte eine verwertbare Studie mit 584 infizierten Personen vor. Die eine Hälfte der Teilnehmenden erhielt Remdesivir, die andere Gruppe ein Placebo. Die Behandlung dauerte 3 Tage, die Nachbeobachtung bis Tag 28. Keine der teilnehmenden Personen war gegen Covid-19 geimpft. Unklar blieb, an welcher Virusvariante die Teilnehmenden der Studie erkrankt waren und ob sie vorher schon einmal mit dem Virus infiziert waren. Es zeigten sich folgende Ergebnisse:
Welche Vorteile hat Remdesivir?
Welche Nachteile hat Remdesivir?
Wo zeigte sich kein Unterschied?
Lebenserwartung: Es verstarb keine Person in der Studienzeit.
Behandlung auf einer Intensivstation: Auch hier zeigte sich kein Unterschied. In beiden Gruppen musste 1 von 100 Personen intensivmedizinisch behandelt werden.
Schwere Nebenwirkungen traten bei 1 bis 2 von 100 Personen auf. Auch hier gab es keinen Unterschied.
Therapieabbrüche wegen Nebenwirkungen: Keine der Personen brach die Therapie wegen Nebenwirkungen ab.
Welche Fragen sind noch offen?
Quellen
IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.
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