Was erhöht das Risiko für schwarzen Hautkrebs?

Einleitung
Mehrere Faktoren begünstigen schwarzen Hautkrebs. Der wichtigste lässt sich durch das eigene Verhalten beeinflussen – nämlich die Zeit, in der man sich ungeschützt in der Sonne aufhält. Sonnenlicht enthält ultraviolette Strahlung, die die Haut schädigen und zu Krebs führen kann.
Das Risiko, im Laufe des Lebens an schwarzem Hautkrebs zu erkranken, steigt mit dem Alter. Es ist zudem erhöht, wenn bereits ein naher Verwandter (Eltern oder Geschwister) an Hautkrebs erkrankt ist. Weitere wichtige Risikofaktoren sind:
- der Hauttyp,
- der eigene Umgang mit UV-Strahlung,
- der Besuch von Solarien und
- die Zahl der Muttermale / Leberflecken.
Das ultraviolette (UV-)Licht der Sonne besteht hauptsächlich aus UV-A-Strahlen. Sie dringen tief in die Haut ein und bräunen sie schnell. Diese Bräune hält jedoch nicht lange an und schützt nur wenig vor weiterer Sonnenstrahlung. UV-A-Licht schädigt die Haut und lässt sie vorzeitig altern.
Die UV-B-Strahlen der Sonne dringen vor allem in die obere Hautschicht ein. Dort sorgen sie für eine verzögerte, aber länger anhaltende Bräunung und einen gewissen Eigenschutz der Haut vor weiterer Sonnenstrahlung. Allerdings röten und reizen sie die Haut und können Sonnenbrand verursachen. Man nimmt an, dass UV-B-Strahlen Hautkrebs stärker fördern als UV-A-Strahlen.
Welcher Umgang mit der Sonne ist bedenklich?
Zumindest über vier Tatsachen sind sich Fachleute einig:
- Sich in der Sonne aufzuhalten, gehört zum normalen Leben dazu. Zudem bildet der Körper mithilfe des UV-B-Lichts der Sonne lebensnotwendiges Vitamin D.
- Sonnenbrand sollte man so gut es geht vermeiden.
- Zu viel Sonne fördert Hautkrebs.
- Kinder sind empfindlicher als Erwachsene.
Doch darüber hinaus gibt es auf die Frage, was „zu viel Sonne“ ist, keine einfache Antwort. Das liegt zum einen daran, dass die Antwort unter anderem von persönlichen Eigenschaften wie dem Hauttyp abhängt. Zum anderen aber auch daran, dass der Zusammenhang zwischen Sonne und Krebs noch nicht genau verstanden wird.
Die Häufigkeit, Dauer und Intensität, mit der Menschen UV-Strahlung ausgesetzt sind, ist außerdem sehr unterschiedlich: Wer im Freien arbeitet, hält sich im Sommer unter Umständen täglich mehrere Stunden in der Sonne auf. Wer im Büro arbeitet, geht eher am Wochenende oder im Urlaub in die Sonne. Dabei ist auch der Wunsch, „braun zu werden“, individuell verschieden.
Die Sonnenstrahlen, denen man bei alltäglichen Aktivitäten – auf dem Weg zur Arbeit, bei alltäglichen Besorgungen oder in der Freizeit – ausgesetzt ist, werden manchmal als weniger bedeutend eingestuft als die, denen man sich beim bewussten Sonnenbad aussetzt.
Hinzu kommt, dass die Verteilung der UV-Dosis auf der Haut sehr unterschiedlich ist: Gesicht, Hals, Hände und Arme bekommen viel mehr Sonne ab als der Rest des Körpers. Andere Hautbereiche sind dagegen nur selten oder nie der Sonne ausgesetzt. Aber auch dort können Melanome entstehen, etwa unter den Haaren auf der Kopfhaut, an Schleimhäuten der Geschlechtsorgane oder unter Fuß- und Fingernägeln. Der Einfluss der Sonne hängt also selbst von vielen Faktoren ab – und UV-Strahlung ist sicher nicht die einzige Ursache für schwarzen Hautkrebs.
Im Laufe des Lebens häuft jeder Hautbereich seine eigene Dosis an UV-Strahlung an. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutieren noch, welche Rolle die Gesamtmenge an UV-Licht spielt, die auf die Haut trifft – und wie ein „Wechselbad“ zwischen Tagen oder Wochen mit sehr viel und sehr wenig Sonne zu beurteilen ist. Ein Beispiel für letzteres ist, wenn ein Kind im Sommerurlaub ungeschützt in der Mittagssonne spielt, während es den Rest des Jahres eher wenig nach draußen geht.
Können auch Solarien schwarzen Hautkrebs verursachen?
Solarien-Licht enthält UV-Strahlung. Wer regelmäßig Solarien besucht, erhöht damit vermutlich sein Risiko, an einem Melanom zu erkranken. Dies gilt insbesondere für Personen unter 20 Jahren. In Deutschland ist es für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gesetzlich verboten, Solarien oder Sonnenstudios zu benutzen.
Welche UV-A- und UV-B-Dosis das Sonnen auf einer Sonnenbank mit sich bringt, hängt von den Röhren ab. Die Zusammensetzung schwankt mit dem Solariumsmodell und dem Alter der Röhren. Neuere Sonnenbänke dürfen nicht mehr UV-Licht abgeben als die Mittagssonne am Äquator bei wolkenlosem Himmel.
Manche Menschen gehen ins Solarium, weil sie die Haut vorbräunen wollen, um so einen Sonnenbrand zu verhindern. Doch die so gewonnene Bräune schützt kaum vor Sonnenbrand. Die UV-A-Strahlung aus Solarien bräunt die Haut zwar schnell, aber nicht nachhaltig.
Für welche Hauttypen ist das Risiko durch UV-Strahlung erhöht?
Menschen mit heller Haut haben grundsätzlich ein höheres Risiko für schwarzen Hautkrebs als Menschen mit einer von Natur aus dunklen Haut.
Menschen mit hellem Hauttyp (Typ I und II) haben einen hellen Teint und oft Sommersprossen und werden nie (Typ I) oder nur wenig (Typ II) braun. Sie bekommen leicht einen starken Sonnenbrand. Lichtempfindliche Menschen haben gewöhnlich eine helle Augen- und Haarfarbe, beispielsweise blaue oder grüne Augen und rote oder blonde Haare.
Menschen mit dunklerem Hauttyp reagieren weniger empfindlich auf UV-Strahlen.
Die folgende Einteilung hilft zu beurteilen, zu welchem Hauttyp man gehört:
| Hauttyp I: |
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|---|---|
| Hauttyp II: |
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| Hauttyp III: |
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| Hauttyp IV: |
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| Hauttyp V: |
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| Hauttyp VI: |
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Während ein sehr heller und heller Hauttyp (Typ I und II) für Menschen zum Beispiel aus Skandinavien und Großbritannien typisch ist, leben Menschen mit mittelbrauner Haut und dunklen Augen und Haaren (Typ IV) vor allem im Mittelmeerraum und geografisch vergleichbaren Regionen. Menschen mit noch dunklerer oder schwarzer Haut (Typ V und VI) stammen ursprünglich etwa aus Teilen Asiens oder Afrikas.
Was haben Muttermale / Leberflecke mit Hautkrebs zu tun?
Muttermale (medizinisch Nävus, Nävuszellnävus) sind gutartige Wucherungen der Haut, die hell oder dunkel gefärbt sind. Sie können angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens neu bilden. Leberflecken (Pigmentnaevi, Lentigo) entstehen aus Melanozyten und sind braun pigmentiert. Umgangssprachlich wird jedoch nicht zwischen Muttermalen und Leberflecken unterschieden.
Menschen mit vielen Muttermalen oder Leberflecken erkranken häufiger an einem Melanom. Mit der Zahl der Male wächst das Hautkrebsrisiko. Auch ungewöhnliche oder große Male machen die Entwicklung eines Tumors wahrscheinlicher.
Welche weiteren Ursachen und Risikofaktoren gibt es?
Wer schon einmal an einem Melanom erkrankt ist, hat ein erhöhtes Risiko für eine erneute Erkrankung. Wenn der schwarze Hautkrebs wiederkehrt, dann meist in den ersten fünf Jahren nach der Entfernung des ersten Tumors. Das eigene Erkrankungsrisiko ist auch erhöht, wenn Hautkrebs schon bei anderen Familienmitgliedern aufgetreten ist.
Bei einigen erblich bedingten Erkrankungen wie der Xeroderma pigmentosum ist das Risiko für schwarzen Hautkrebs erhöht. Ein weiteres Risiko ist ein geschwächtes Abwehrsystem. Dies betrifft beispielsweise Personen, die nach einer Organtransplantation Medikamente einnehmen, die das Immunsystem schwächen.
Auch Flugpersonal hat ein leicht erhöhtes Risiko für schwarzen Hautkrebs. Woran das liegt, ist unklar.
Quellen
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