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Die weibliche Brust

Die weibliche Brust
Nächstes Update: 2028
Quelle:Gesundheitsinformation.de

Einleitung

Die weibliche Brust gehört zu den sogenannten sekundären Geschlechtsmerkmalen, die sich erst in der Pubertät entwickeln. Die beiden Brustwarzen sind jedoch bereits bei Neugeborenen sichtbar – unabhängig vom Geschlecht des Kindes.

Die weibliche Brust entwickelt sich vor allem durch die Wirkung weiblicher Geschlechtshormone. Der Hormonspiegel steigt bei Mädchen in der Pubertät, also ungefähr ab dem neunten Lebensjahr, an und bewirkt unter anderem, dass die Brustdrüsen wachsen. Das wird an zwei mehr oder weniger ausgeprägten Vorwölbungen sichtbar.

Die linke und die rechte Brust – also beide Brüste – werden oft in der Einzahl als „weibliche Brust“ zusammengefasst. Manchmal werden auch andere Begriffe verwendet, etwa „Busen“ oder „Büste“.

Wie ist die weibliche Brust aufgebaut?

Eine weibliche Brust besteht aus der Brustdrüse (Milchdrüse) sowie dem Fett- und Bindegewebe, in das sie eingebettet ist. Die Gänge der Drüse (Milchgänge) laufen Richtung Brustwarze zusammen, wo sie nach außen münden.

Die vereinfachte anatomische Grafik zeigt den Aufbau der weiblichen Brust.

Die Brustwarze – auch Mamille genannt – sitzt etwa mittig auf der Brust, ist vorgewölbt und meist dunkler als die restliche Haut. Auch die Haut um die Brustwarze ist dunkler und bildet den sogenannten Warzenhof (Areola). Im Warzenhof sitzen Drüsen, die als kleine Knötchen tastbar sind.

Die fotorealistische Grafik zeigt die weibliche Brust und ihre Bestandteile in Außenansicht von vorn.

Von Frau zu Frau unterscheiden sich Größe, Form und Festigkeit der Brust oft deutlich – und auch die rechte und die linke Brust einer Frau sind nicht komplett gleich. Außerdem verändert sich die weibliche Brust im Laufe des Lebens, zum Beispiel wenn man zu- oder abnimmt oder mit dem Älterwerden.

Die fotorealistische Grafik zeigt anhand von drei Brustpaaren in Vorderansicht, wie unterschiedlich weibliche Brüste aussehen können.

Das Gewebe der Brustdrüse reagiert zudem auf hormonelle Veränderungen. Deshalb werden die Brüste im Laufe des Monatszyklus vorübergehend größer und fester und wachsen während der Schwangerschaft. Das Brustwachstum kann auch durch eine mit Östrogenen angeregt werden.

Festigkeit und Größe der Brustwarze können sich durch kleine Muskeln in der Haut auch innerhalb weniger Augenblicke verändern – zum Beispiel durch sexuelle Erregung oder Kälte.

Welche Funktionen hat die weibliche Brust?

Die Brustdrüse kann Muttermilch bilden, sodass eine Frau stillen kann. Die Produktion und Abgabe von Muttermilch werden hormonell gesteuert: Während der Schwangerschaft sorgen vor allem aus der dafür, dass das Drüsengewebe wächst und sich auf die Milchbildung vorbereitet. Diese fallen schlagartig weg, wenn sich bei der Geburt des Kindes auch die als Nachgeburt löst. Das ist das Signal an die Brustdrüse, Milch zu bilden („Milcheinschuss“).

Saugt das Neugeborene an der Brustwarze, beginnt die Milch zu fließen und das Kind kann trinken. Regelmäßiges Stillen oder Abpumpen von Muttermilch führt dazu, dass die Drüse weiterhin Milch bildet. aus der Hirnanhangdrüse sorgen dafür, dass sich die Milchbildung an den Hunger des Kindes anpasst.

Die Brust spielt auch eine wichtige Rolle in der Sexualität: Die Brustwarze ist eine sensible Körperstelle, deren Berührung die sexuelle Lust wecken oder steigern kann (erogene Zone). Das gilt auch für die Brustwarzen von Männern. Als sogenanntes sekundäres Geschlechtsmerkmal kann die weibliche Brust außerdem von anderen Menschen – je nach deren sexueller Orientierung – als anziehend oder sogar luststeigernd wahrgenommen werden. Der Busen ist zudem ein Symbol für Weiblichkeit.

Quellen

Brandes R, Lang F, Schmidt R. Physiologie des Menschen: mit Pathophysiologie. Berlin: Springer; 2019.

Gemeinsamer Bundesauschuss (G-BA). Beschluss: Krebsfrüherkennungs-Richtlinie: Erweiterung der oberen Altersgrenzen im Mammographie-Screening-Programm sowie weitere Änderungen. 2024.

Lippert H. Lehrbuch Anatomie. München: Urban und Fischer; 2017.

Menche N. Biologie Anatomie Physiologie. München: Urban und Fischer; 2023.

Pschyrembel Online. 2025.

Weyerstahl T, Stauber M. Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe. Stuttgart: Thieme; 2013.

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