Was passiert bei der Reifeteilung (Meiose)?
Einleitung
Die Reifeteilung (Meiose) spielt bei der Fortpflanzung des Menschen eine wichtige Rolle: Durch die Reifeteilung entstehen Ei- und Samenzellen, auch Keimzellen genannt. Samenzellen (Spermien) werden in den Hoden und Eizellen in den Eierstöcken gebildet. Keimzellen haben eine besondere Eigenschaft: Sie tragen – vereinfacht gesagt – nur die Hälfte des Erbguts eines Menschen in sich. Erst wenn Spermium und Eizelle verschmelzen, wird daraus wieder eine Zelle mit vollständigem Erbgut. So geben beide Elternteile jeweils die Hälfte ihres Erbguts an ihre Kinder weiter.
Die Reifeteilung ist also eine besondere Art der Zellteilung, bei der das Erbgut einer sogenannten Vorläuferzelle zuerst verdoppelt und dann zweimal aufgeteilt wird. Nur so kann der Körper Eizellen und Spermien mit einem halben Chromosomensatz bilden:
Wie bei vielen anderen Lebewesen gehören beim Menschen immer zwei Chromosomen zusammen.
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Anders als bei einer normalen Zellteilung (Mitose) lagern sich bei der Reifeteilung zunächst die zusammengehörigen Chromosomenpaare in der Zellmitte zusammen. |
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Dort werden die Paare getrennt: Von jedem Paar wandert ein Chromosom mitsamt seiner angehefteten Kopie jeweils in eine Hälfte der Zelle. Die Zellhülle schnürt sich ein und die Zelle teilt sich. |
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Anschließend folgt noch eine zweite Zellteilung. Dabei werden die Kopien der Chromosomen voneinander getrennt. |
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Aus der Vorläuferzelle entstehen schließlich vier Keimzellen, die in ihren Zellkernen die Hälfte des ursprünglichen Erbguts – also 23 Chromosomen – in sich tragen. |
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Beim Mann reifen diese Zellen zu Spermien heran. |
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Dagegen entsteht bei der Frau nur aus einer der vier Keimzellen eine befruchtungsfähige Eizelle. Sie erhält während der Reifeteilung den größten Teil des Zellleibs der Ursprungszelle. Die drei kleineren Zellen werden Polkörperchen genannt und verkümmern. |
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Kommen ein Spermium und eine Eizelle zusammen, verschmelzen die beiden Keimzellen und anschließend die Zellkerne. |
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Es ist eine Zelle mit dem vollständigen Erbgut eines Menschen entstanden – eine Hälfte stammt von der Mutter, die andere vom Vater. Aus der Zelle kann sich nun ein Kind entwickeln. |
Quellen
Herausgeber:gesundheitsinformation.de
Alberts B. Lehrbuch der Molekularen Zellbiologie. Weinheim: Wiley-VCH; 2021.
Brandes R, Lang F, Schmidt R. Physiologie des Menschen: mit Pathophysiologie. Berlin: Springer; 2019.










