Cannabidiol (Epidyolex) bei Krampfanfällen bei tuberöser Sklerose

Einleitung
Der Wirkstoff Cannabidiol (Handelsname Epidyolex) ist seit April 2021 als zusätzliche Therapie bei Patientinnen und Patienten ab 2 Jahren mit tuberöser Sklerose zur Behandlung der Krampfanfälle zugelassen.
Die tuberöse Sklerose ist eine seltene Erkrankung, die auch vererbt werden kann. Tuberös bedeutet „höckerig", „geschwulstartig" oder „knotenartig". Es kommt zu Fehlbildungen und meist gutartigen Tumoren im Gehirn sowie in anderen Organen und Hautveränderungen. Die Erkrankung führt zu krampfartigen (epileptischen) Anfällen, kognitiven Behinderungen sowie Entwicklungsstörungen. Meist wird die Diagnose aufgrund epileptischer Anfälle in den ersten Lebensmonaten gestellt.
Cannabidiol wird aus der Hanfpflanze gewonnen und soll die Krämpfe lindern.
Anwendung
Andere Behandlungen
Bewertung
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2024 geprüft, ob Cannabidiol für Patientinnen und Patienten ab 2 Jahren mit Krampfanfällen bei tuberöser Sklerose im Vergleich zu den individuell angepassten Therapien Vor- oder Nachteile hat.
Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller jedoch keine geeigneten Daten vor.
Weitere Informationen
Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse eines Gutachtens zusammen, das das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der G-BA beschließt auf Basis des Gutachtens und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Cannabidiol (Epidyolex).
Quellen
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Cannabidiol (Tuberöse Sklerose) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V. Dossierbewertung; Auftrag A23-121. 14.02.2024. (IQWiG-Berichte; Band 1722).
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