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Formen der Herzschwäche

Formen der Herzschwäche
Nächstes Update: 2026
Quelle:Gesundheitsinformation.de

Einleitung

Ist das Herz geschwächt, kann es nicht mehr ausreichend Blut in den Kreislauf pumpen. Je nachdem, wie gut die noch ist, wie die Krankheit verläuft und welche Herzhälfte betroffen ist, unterscheiden Fachleute verschiedene Formen der Herzschwäche.

Ein gesundes Herz versorgt den Körper stetig mit Blut und damit mit Sauerstoff.

Einleitung

Das klappt bei einer Herzschwäche () nicht mehr so gut. Je nach Form und Schwere der Herzschwäche kann das zu unterschiedlichen Beschwerden führen. Davon hängt die Wahl der geeigneten Behandlung ab.

Unterscheidung nach der Pumpleistung des Herzens

Die Erkrankung wird unter anderem unterschieden in:

  • Herzschwäche mit verminderter Auswurfleistung ( mit reduzierter Ejektionsfraktion, auch systolische Herzschwäche genannt): Der Herzmuskel ist geschwächt und kann nicht mehr ausreichend Blut in den Körper pumpen. Dadurch kommt es zu einem Sauerstoffmangel in den Organen. Manchmal unterscheiden Ärztinnen und Ärzte auch, ob die Auswurfleistung nur leicht oder stärker eingeschränkt ist.
  • Herzschwäche mit erhaltener Auswurfleistung ( mit erhaltener Ejektionsfraktion, auch diastolische Herzschwäche genannt): Der Herzmuskel ist zwar noch kräftig, aber steifer als bei einem gesunden Herzen. Deshalb kann er sich nach dem Zusammenziehen nicht mehr genug ausdehnen und füllt sich nicht richtig mit Blut. Vor allem bei körperlicher Belastung fließt dann zu wenig Blut in den Körper.

Die Einteilung der Herzschwäche nach ist wichtig, um passende Medikamente auswählen zu können.

Unterscheidung nach dem Krankheitsverlauf

Eine Herzschwäche kann plötzlich auftreten, zum Beispiel bei einem schweren oder aufgrund bestimmter Herzrhythmusstörungen. Man spricht dann von akuter Herzschwäche. Das ist ein Notfall.

Meist entwickelt sich die Herzschwäche jedoch langsam infolge einer anderen Erkrankung wie einem dauerhaft erhöhten Blutdruck. Dann spricht man von chronischer Herzschwäche.

Unterscheidung nach der betroffenen Herzhälfte

Eine Herzschwäche () betrifft oft nur die linke oder die rechte Herzhälfte, manchmal aber auch beide:

  • Linksherz-Insuffizienz: Die linke Herzkammer pumpt nicht mehr genug Blut in den Körper. Dadurch staut sich das Blut in den Gefäßen, die das Blut aus der Lunge abtransportieren. Dies äußert sich durch , Atemnot oder Husten, vor allem bei körperlicher Anstrengung. Die Linksherz-Insuffizienz ist die häufigste Form der Herzschwäche. Sie entsteht in der Regel durch eine koronare Herzkrankheit (KHK), einen Herzinfarkt oder seit Langem bestehenden Bluthochdruck.
  • Rechtsherz-Insuffizienz: Die rechte Herzkammer ist zu schwach, um ausreichend Blut in die Lunge zu pumpen. Dadurch staut sich das Blut in den Venen – also den Gefäßen, die das Blut aus den Organen und dem Gewebe zurück zum Herzen transportieren. Durch den Rückstau kann Wasser aus den Venen ins umliegende Gewebe gepresst werden und sich in den Beinen einlagern, seltener auch im Genitalbereich, in Organen wie der Leber oder im Bauch. Die Rechtsherz-Insuffizienz kann sich als Folge einer fortschreitenden Linksherz-Insuffizienz entwickeln und wird dann genauso behandelt. Mögliche Ursachen sind ein erhöhter Blutdruck im Lungenkreislauf, eine Lungenembolie oder bestimmte Lungenerkrankungen wie COPD.
  • globale : Bei einer globalen Herzschwäche sind beide Herzhälften betroffen. Dann können sowohl Beschwerden wie als auch Wassereinlagerungen auftreten.
Quellen

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Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

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