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Inebilizumab (Uplizna) bei Immunglobulin G4-assoziierter Erkrankung

Erstellt am: 28.07.2026· Nächstes Update: 2029

Einleitung

Inebilizumab (Handelsname Uplizna) ist seit Februar 2026 für Erwachsene mit Immunglobulin G4-assoziierter Erkrankung als Langzeitbehandlung zugelassen.

Mit IgG4-assoziierte Erkrankungen (IgG4-RD) bezeichnet man seltene, chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankungen. Das greift dabei körpereigenes Gewebe an. Es kommt dabei zu schmerzlosen Schwellungen, knotigen Veränderungen oder einer Verdickung von Organen. Meist sind , Speichel- und Tränendrüsen, Nieren, Gallengänge oder die Gefäße betroffen. Auslöser ist ein erhöhter Serumspiegel von dem IgG4. Warum es zu einer Erhöhung kommt, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Erste Anzeichen können eine hohe Infektanfälligkeit der Atemwege, der Lunge, des Magen-Darm-Trakts und der Ohren sein.

Inebilizumab soll die Erhöhung von IgG4 abschwächen und die Erkrankung aufhalten.

Anwendung

Der Wirkstoff wird als gegeben. Die wird mit 300 mg begonnen und dann 2 Wochen später erneut verabreicht. Dann kommt Inebilizumab alle 6 Monate zum Einsatz. Die Infusionsdauer beträgt etwa 1,5 Stunden.

Die Patientin oder der Patient sollte während der und für mindestens eine Stunde danach auf Infusionsreaktionen hin überwacht werden.

Andere Behandlungen

Für Personen mit Immunglobulin G4-assoziierter Erkrankung kommen Kortisone (Glukokortikoide), und wenn diese als nicht ausreichend wirken, auch zusätzlich Rituximab infrage.

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2026 geprüft, ob Inebilizumab für Erwachsene mit Immunglobulin G4-assoziierter Erkrankung im Vergleich zu den Standardtherapien Vor- oder Nachteile hat.

Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller jedoch keine geeigneten Daten vor.

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse des Gutachtens zusammen, das das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses () im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der beschließt auf Basis der Gutachten und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Inebilizumab (Uplizna).

Quellen

Herausgeber:gesundheitsinformation.de

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Inebilizumab (Immunglobulin G4-assoziierte Erkrankung) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V. Dossierbewertung; Projekt A26-26. 10.06.2026. (IQWiG-Berichte; Band 2263); DOI: 10.60584/A26-26.

IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

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