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Inebilizumab (Uplizna) bei Myasthenia gravis

Erstellt am: 18.06.2026· Nächstes Update: 2029

Einleitung

Inebilizumab (Handelsname Uplizna) ist seit Februar 2026 für Erwachsene mit fortgeschrittener Myasthenia gravis als zusätzliche Behandlung zur Standardtherapie zugelassen.

Eine Myasthenia gravis (schwere ) ist eine sehr seltene chronische Autoimmunerkrankung. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer Störung der Reizübertragung zwischen Nervenenden und Muskeln. Die Folge ist eine , die Betroffene anfänglich meist durch Sehstörungen wie wechselnde Doppelbilder oder ermüdete Augenlider wahrnehmen. Im fortgeschrittenen Stadium sind Sprech- sowie Schluckmuskulatur und Mimik und die Atmung bei Belastung betroffen. Typisch für das Krankheitsbild ist, dass sich die Beschwerden häufig im Laufe des Tages verschlechtern.

Welche Ursache die Störung hat, kann im Blut untersucht werden. Zu den Antikörpern, die die Reizübertragung stören, gehören gegen den Acetylcholinrezeptor (AChR) oder die muskelspezifische Tyrosinkinase (MuSK) gerichtete .

Inebilizumab soll bei Patientinnen und Patienten mit positiven AChR- oder MuSK-Antikörpern die abschwächen und so die Reizübertragung vom Nerven auf den Muskel verbessern.

Anwendung

Der Wirkstoff wird als gegeben. Die wird mit 300 mg begonnen und dann 2 Wochen später erneut verabreicht. Dann kommt Inebilizumab alle 6 Monate zum Einsatz. Die Infusionsdauer beträgt etwa 1,5 Stunden.

Die Patientin oder der Patient sollte während der und für mindestens eine Stunde danach auf Infusionsreaktionen hin überwacht werden.

Andere Behandlungen

Für Personen mit fortgeschrittener Myasthenia gravis kommen neben einer symptomatischen mit Acetylcholinesterase-Inhibitoren unterschiedliche Immunsuppressiva oder sogenannte Komplementinhibitoren und FcRn-Modulatoren infrage, die einen Teil des Immunsystems hemmen. Die Wahl hängt davon ab, ob AChR- oder MuSK-Antikörper vorliegen. Zu den möglichen Medikamenten gehören Eculizumab, Efgartigimod alfa, Ravulizumab, Rozanolixizumab oder Zilucoplan.

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2026 geprüft, ob Inebilizumab für Erwachsene mit fortgeschrittener Myasthenia gravis im Vergleich zu den anderen möglichen Behandlungen Vor- oder Nachteile hat.

Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller jedoch keine geeigneten Daten vor.

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse des Gutachtens zusammen, das das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses () im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der beschließt auf Basis des Gutachtens und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Inebilizumab (Uplizna).

Quellen

Herausgeber:gesundheitsinformation.de

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Inebilizumab (generalisierte Myasthenia gravis) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V. Dossierbewertung; Projekt A26-27. 11.06.2026. (IQWiG-Berichte; Band 2265); DOI: 10.60584/A26-27.

IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

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