Linzagolix (Yselty) bei Endometriose

Einleitung
Linzagolix (Handelsname Yselty) ist seit November 2024 für erwachsene Frauen im gebärfähigen Alter bei Endometriose mit Beschwerden zugelassen, die bereits mit Medikamenten behandelt oder operiert wurden. Die Therapie wird mit den Hormonen Estradiol und Norethisteronacetat kombiniert.
Die Endometriose ist eine häufige Erkrankung bei Frauen. Ursache sind Ansiedlungen von Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Fachleute bezeichnen solche Gewebsinseln auch als „Endometriose-Herde“. Sie können vorkommen, ohne dass eine Frau davon etwas spürt. Bei vielen ist Endometriose aber eine chronische Erkrankung, die starke Schmerzen verursacht und die Fruchtbarkeit mindert.
Eine Endometriose kann folgende Beschwerden verursachen:
- starke Regelschmerzen
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Unterleibsbeschwerden
- Magen-Darm-Beschwerden
- starke Erschöpfung
Wie sich die Schmerzen äußern, hängt auch davon ab, wo sich Endometriose-Herde in der Bauchhöhle festgesetzt haben. Eine schwere Endometriose kann die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit stark einschränken.
Linzagolix verringert die Ausschüttung von Sexualhormonen und soll so die Beschwerden der Endometriose verringern.
Anwendung
Andere Behandlungen
Bewertung
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2025 geprüft, ob Linzagolix für Frauen mit Endometriose und Beschwerden im Vergleich zu den Standardtherapien Vor- oder Nachteile hat.
Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller jedoch keine geeigneten Daten vor.
Weitere Informationen
Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse des Gutachtens zusammen, das das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der G-BA beschließt auf Basis der Gutachten und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Linzagolix (Yselty).
Quellen
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Linzagolix (Endometriose) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V. Dossierbewertung; Projekt A24-123. 12.03.2025. (IQWiG-Berichte; Band 1952); DOI: 10.60584/A24-123
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Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.
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