InformationenFrühbewertung von ArzneimittelnPembrolizumab (Keytruda) bei fortgeschrittenem Magenkrebs (HER2-negativ)

Pembrolizumab (Keytruda) bei fortgeschrittenem Magenkrebs (HER2-negativ)

Pembrolizumab (Keytruda) bei fortgeschrittenem Magenkrebs (HER2-negativ)
Erstellt am: 19.04.2024· Nächstes Update: 2027
Quelle:Gesundheitsinformation.de

Einleitung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2024 geprüft, ob Pembrolizumab für Personen mit fortgeschrittenem, HER2-negativem Magenkrebs oder Krebs des Übergangs zur Speiseröhre im Vergleich zu den Standardtherapien Vor- oder Nachteile hat. Ist ein Adenokarzinom HER2-negativ und weist erhöhte Mengen des Proteins PD-L1 auf, wird Pembrolizumab mit einer fluoropyrimidin- und platinbasierten kombiniert.

Der Hersteller legte hierzu drei geeignete Studien vor, aus denen die Daten von insgesamt 1549 Personen ausgewertet werden konnten. Eine Hälfte wurde mit Pembrolizumab behandelt, die andere Hälfte erhielt ein . Alle Patientinnen und Patienten erhielten zusätzlich:

  • Cisplatin plus 5-Fluorouracil oder
  • Cisplatin plus Capecitabin oder
  • Oxaliplatin plus Capecitabin

Die Teilnehmenden wurden bis zu einem Jahr beobachtet. Aus den Studien ließ sich nur eine Aussage zur Lebenserwartung ableiten.

Welche Vorteile hat Pembrolizumab?

Lebenserwartung: Hier weisen die Studien auf einen Vorteil von Pembrolizumab hin. Im Mittel () waren mit Pembrolizumab 76 von 100 Patientinnen und Patienten gestorben. Ohne Pembrolizumab waren es 85 von 100 Personen.

Welche Fragen sind noch offen?

Der Hersteller legte keine geeigneten Daten vor zu:

  • Krankheitsbeschwerden
  • Gesundheitszustand
  • Gesundheitsbezogener Lebensqualität
  • Schweren Nebenwirkungen
  • Therapieabbrüchen wegen Nebenwirkungen
  • Schweren immunvermittelten Nebenwirkungen (hier greift das den eigenen Körper an)
Quellen

IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

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