Pembrolizumab (Keytruda) bei fortgeschrittenem Speiseröhrenkrebs

Einleitung
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2022 geprüft, welche Vor- oder Nachteile Pembrolizumab (Handelsname Keytruda) in Kombination mit einer Chemotherapie für noch nicht behandelte Personen mit fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre und einer erhöhten Menge von PD-L1 im Vergleich zu einer Therapie mit Cisplatin in Kombination mit 5-Fluorouracil hat.
Für die Bewertung legte der Hersteller dem IQWiG eine Studie vor, in der die Daten von 286 Teilnehmenden ausgewertet werden konnten. In dieser wurde die eine Hälfte mit Pembrolizumab behandelt, während die andere Gruppe ein Placebo erhielt. Alle Personen erhielten zusätzlich Cisplatin plus 5-Fluorouracil. Bei fast allen Patientinnen und Patienten hatte der Krebs bereits Metastasen gebildet. Die Personen waren trotz der fortgeschrittenen Erkrankung zu Beginn der Studie in einem guten Allgemeinzustand. Es zeigten sich folgende Ergebnisse:
Anwendung
Pembrolizumab wird alle drei Wochen in einer Dosis von 200 mg oder alle sechs Wochen in einer Dosis von 400 mg als Infusion verabreicht – also über einen Tropf in eine Vene gegeben. Die Infusion dauert ungefähr 30 Minuten. Die Behandlung wird beendet, wenn die Erkrankung trotzdem fortschreitet oder gefährliche Nebenwirkungen auftreten.
Andere Behandlungen
Für nicht vorbehandelte Erwachsene mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Speiseröhrenkrebs, der nicht mehr operiert werden kann, kommen je nach Art und Eigenschaften des Tumors unterschiedliche Wirkstoffkombinationen infrage. Dazu gehören beispielsweise platinhaltige Chemotherapien sowie HER2-Antikörper.
Bewertung
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2022 geprüft, ob Pembrolizumab für Personen mit Speiseröhrenkrebs oder einem Krebs des Übergangs der Speiseröhre zum Magen im Vergleich zu der unterstützenden Behandlung Vor- oder Nachteile hat.
Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller für folgende Fragestellungen verwertbare Daten vor:
Weitere Informationen
Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse der Gutachten zusammen, die das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der G-BA beschließt auf Basis der Gutachten und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Pembrolizumab (Keytruda).
Mehr Wissen
Quellen
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Pembrolizumab (Karzinom des Ösophagus oder gastroösophagealen Übergangs) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V. Dossierbewertung; Auftrag A21-144. Version 1.1. 01.04.2022. (IQWiG-Berichte; Band 1292).
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Pembrolizumab (Karzinom des Ösophagus oder gastroösophagealen Übergangs) – Addendum zum Auftrag A21-144; Auftrag A22-37. Version 1.1. 25.04.2022. (IQWiG-Berichte; Band 1334).