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Idecabtagen vicleucel (Abecma) bei fortgeschrittenem multiplem Myelom

Idecabtagen vicleucel (Abecma) bei fortgeschrittenem multiplem Myelom
Nächstes Update: 2027
Quelle:Gesundheitsinformation.de

Einleitung

Idecabtagen vicleucel (Handelsname Abecma) ist seit August 2021 zur Behandlung eines multiplen Myeloms zugelassen. Das Medikament kommt infrage, wenn der Krebs trotz mindestens zwei vorheriger Therapien fortschreitet oder wieder aufgetreten ist.

Eingesetzt werden kann Idecabtagen vicleucel, wenn die Personen vorher mit einem

  • Immunmodulator, der das beeinflusst,
  • einem Proteasominhibitor, der das Tumorwachstum verlangsamen soll, und
  • einem Anti-CD38-Antikörper, der gezielt die Tumorzellen abtöten soll,

behandelt wurden.

Das multiple Myelom ist eine seltene Krebserkrankung, bei der sich krankhaft veränderte Plasmazellen des Immunsystems im unkontrolliert vermehren. Wenn die Erkrankung fortschreitet, wird der Knochen zerstört und die normale Blutbildung verhindert. Das kann zu Knochenschmerzen und -brüchen sowie zu einer () führen.

Die Erkrankung kann über Jahre hinweg ohne bemerkbare Krankheitszeichen verlaufen. Treten Symptome auf, ist die Erkrankung meist weit fortgeschritten.

Idecabtagen vicleucel besteht aus genetisch veränderten körpereigenen Abwehrzellen (CAR-T-Zellen), die die Krebszellen angreifen und das Wachstum hemmen sollen.

Anwendung

Idecabtagen vicleucel wird aus den eigenen Abwehrzellen (T-Zellen) hergestellt: Dazu wird vor der Behandlung Blut abgenommen, im Labor werden die Abwehrzellen abgetrennt und genetisch verändert. Die veränderten Zellen werden über eine einmalige Transfusion in die Blutbahn zurückübertragen. Da sehr starke Nebenwirkungen auftreten können, muss die Patientin oder der Patient danach mindestens zehn Tage lang überwacht werden.

Vor der mit Idecabtagen vicleucel werden und ein gegeben, um mögliche Infusionsreaktionen zu reduzieren. Um lebensbedrohliche Entzündungsreaktionen im Körper zu vermeiden (Zytokin-Freisetzungssyndrom) wird zudem Tocilizumab gegeben und eine Notfallausrüstung zur Verfügung gestellt.

Die Behandlung mit Idecabtagen vicleucel erfordert eine als Vorbehandlung.

Andere Behandlungen

Bei vorbehandelten Personen mit fortgeschrittenem multiplem Myelom wird die individuell ausgewählt. Hierbei kommen, abhängig von den vorherigen Behandlungen, dem Fortschreiten der Erkrankung und Allgemeinzustand der Patientinnen und Patienten, Wirkstoffe allein oder in Kombination infrage. Dazu gehören beispielsweise Bortezomib, Lenalidomid, Daratumumab Elotuzumab, Carfilzomib oder Pomalidomid.

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2024 geprüft, ob Idecabtagen vicleucel für vorbehandelte Personen mit multiplem Myelom im Vergleich zu den Standardtherapien Vor- oder Nachteile hat.

Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller für folgende Personengruppen geeignete Daten vor:

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse der Gutachten zusammen, die das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses () im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der beschließt auf Basis der Gutachten und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Idecabtagen vicleucel (Abecma).

Quellen

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Idecabtagen vicleucel (multiples Myelom, ≥ 2 Vortherapien) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V. Dossierbewertung; Projekt A24-35. 27.06.2024. (IQWiG-Berichte; Band 1816); DOI: 10.60584/A24-35.

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Idecabtagen vicleucel (multiples Myelom, ≥ 2 Vortherapien) – Addendum zum Projekt A24-35; Projekt A24-81. 29.08.2024. (IQWiG-Berichte; Band 1848; DOI: 10.60584/ A24-81.

IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

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