Pembrolizumab (Keytruda) bei Krebs des Rippenfells

Einleitung
Pembrolizumab (Handelsname Keytruda) ist seit April 2025 für unbehandelte Erwachsene mit Rippenfellkrebs zugelassen, der nicht mehr operiert werden kann. Der Wirkstoff wird mit Pemetrexed und einer Platin-Chemotherapie kombiniert.
Ein bösartiger Tumor im Rippenfell, auch Pleuramesotheliom genannt, ist eine seltene Krebserkrankung. Ursache ist meist ein zurückliegender beruflicher Kontakt mit Asbest. Männer sind weit häufiger betroffen als Frauen.
Krebs im Rippenfell verursacht Symptome wie Atemnot bei Belastung, eine schleichende Leistungsabnahme, Gewichtsverlust und Hustenreiz. Schreitet er fort, kann er auch zu starken Schmerzen im Brustkorb führen.
Pembrolizumab ist eine sogenannte Immuntherapie. Immuntherapien regen das Immunsystem an und sollen so den Krebs aufhalten.
Anwendung
Pembrolizumab wird alle 3 Wochen in einer Dosis von 200 mg oder 400 mg alle 6 Wochen als Infusion verabreicht, welche ungefähr 30 Minuten dauert. Die Infusion wird 6-mal wiederholt (6 Zyklen). Die Behandlung wird beendet, wenn die Erkrankung trotzdem weiter fortschreitet oder wenn die Nebenwirkungen zu stark sind.
Andere Behandlungen
Bewertung
Weitere Informationen
Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse des Gutachtens zusammen, das das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der G-BA beschließt auf Basis der Gutachten und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Pembrolizumab (Keytruda).
Quellen
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Pembrolizumab (Pleuramesotheliom) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V. Dossierbewertung; Projekt A25-53. 20.06.2025. (IQWiG-Berichte; Band 2046); DOI: 10.60584/A25-53.
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