Welche Medikamente helfen bei einer Durchblutungsstörung der Beine (PAVK)?

Einleitung
Menschen mit einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) werden verschiedene Medikamente empfohlen. Diese sollen die Krankheit aufhalten, schwere Verläufe verhindern und Folgeerkrankungen vorbeugen.
Bei einer PAVK haben sich Blutgefäße (Arterien) durch Ablagerungen so verengt, dass nicht mehr genügend Blut in die Gliedmaßen fließen kann. Das passiert meist in den Beinen. Im Frühstadium bemerken Betroffene ihre Erkrankung oft nicht. Schreitet sie fort, kommt es jedoch zu krampfartigen Schmerzen – bei Bewegung oder später auch in Ruhe –, schlecht heilenden Wunden oder Geschwüren. Es kann auch vorkommen, dass Gewebe abstirbt, wenn es kaum noch durchblutet wird. Menschen mit einer PAVK haben meist auch in anderen Körperregionen Gefäßablagerungen – daher haben sie ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Verschiedene Medikamente sollen die Krankheit aufhalten und Folgeschäden vorbeugen. Dazu zählen vor allem sogenannte Cholesterin-Senker und Plättchenhemmer. Diese Medikamente sind vor allem bei Menschen mit Ablagerungen an Gefäßen des Herzens – wie zum Beispiel bei einer koronaren Herzkrankheit – in hochwertigen Studien erprobt und können dann Folgeschäden vorbeugen. Aber auch Studien zur PAVK zeigen solche Effekte. Daher empfehlen Fachleute auch Menschen mit einer PAVK, diese Medikamente langfristig einzunehmen.
Bestimmte Begleiterkrankungen erhöhen das Risiko für einen schweren Verlauf der PAVK, vor allem Bluthochdruck und Diabetes. Daher ist es wichtig, diese, wenn nötig, ebenfalls mit Medikamenten zu behandeln.
Zusätzlich zu Medikamenten sind bei einer PAVK weitere Maßnahmen sinnvoll. Neben einem gesunden, rauchfreien Lebensstil zählen dazu – je nach Krankheitsstadium – ein Gehtraining und Gefäßeingriffe zur Verbesserung der Durchblutung.
Quellen
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