Tagebuch: Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Einleitung
Ein prämenstruelles Syndrom (PMS) kann eine Vielzahl von Beschwerden auslösen. Die meisten können jedoch auch bei vielen anderen Störungen oder Erkrankungen auftreten. Ein Tagebuch kann helfen, herauszufinden, ob sie wirklich mit dem Zyklus zusammenhängen.
Das Tagebuch führen Sie am besten über mindestens 2 bis 3 Monate. Es kann auch zur Vorbereitung auf einen Arztbesuch sinnvoll sein. Hier finden Sie eine PMS-Tagebuchvorlage zum Ausdrucken.
Was kann ich im Tagebuch eintragen?
- In die obere Zeile schreiben Sie den aktuellen Kalendermonat und kreuzen das Datum an, an dem die Regelblutung eingesetzt hat.
- Zusätzlich können Sie die Dauer der Blutung über einen Strich oder weitere Kreuze markieren.
- Alle Beschwerden, die Sie an sich beobachtet haben, halten Sie im Laufe des Monats in der Tabelle fest und notieren die Stärke der Beschwerden als unterschiedlich große Kreise (siehe Beispiel unten).
- Sie können die Liste selbst anpassen und Ihre Beschwerden direkt in die PDF-Datei eingeben. Oder Sie tragen zusätzliche eigene Beschwerden handschriftlich in die leeren Zeilen ein.
- Auswirkungen der PMS-Beschwerden auf die Beziehungen in der Familie, im Freundes- und Kollegenkreis können Sie in den letzten zwei Zeilen der Tabelle notieren.
Ein Ausfüll-Beispiel:
Welche Symptome können bei PMS auftreten?
Ein prämenstruelles Syndrom kann viele verschiedene Beschwerden auslösen. Möglich sind zum Beispiel:
Körperliche Beschwerden
- Schmerzen, zum Beispiel in Unterleib, Kopf oder Rücken
- Spannungs- und Völlegefühl im Unterbauch
- Blähbauch und Verdauungsprobleme
- Brustschwellung
- Hautunreinheiten, Akne
- Wassereinlagerungen an den Beinen
Stoffwechselbedingte Symptome
- Heißhunger
- Appetitveränderungen
- Schlafprobleme
- Gewichtszunahme
Konzentrationsstörungen und Stimmungsveränderungen
- Konzentrationsprobleme
- Vergesslichkeit, Verwirrtheit
- Niedergeschlagenheit, Traurigkeit
- innere Anspannung
- Rückzugsbedürfnis
- Angstgefühle
- Stimmungsschwankungen
- Überempfindlichkeit, Reizbarkeit
- Wutgefühle, Aggressionen
- Gefühl, die Kontrolle über seine Gefühle und den Körper zu verlieren
Erschöpfung oder Unruhe
- Mangel an Energie, schnelle Erschöpfung
- Antriebsmangel, Lustlosigkeit
- kein Interesse an Alltagsaktivitäten
- innere Unruhe, Rastlosigkeit
- Überdrehtheit
Quellen
Beckermann MJ. Das prämenstruelle Syndrom - ein Konstrukt? In: Beckermann MJ, Perl FM (Ed). Frauen-Heilkunde und Geburts-Hilfe. Band 1. Basel: Schwabe; 2004. S. 502-527.
Busse JW, Montori VM, Krasnik C et al. Psychological intervention for premenstrual syndrome: a meta-analysis of randomized controlled trials. Psychother Psychosom 2009; 78(1): 6-15.
Dennerstein L, Lehert P, Heinemann K. Global epidemiological study of variation of premenstrual symptoms with age and sociodemographic factors. Menopause Int 2011; 17(3): 96-101.
Dennerstein L, Lehert P, Heinemann K. Global study of women's experiences of premenstrual symptoms and their effects on daily life. Menopause Int 2011; 17(3): 88-95.
Kwan I, Onwude JL. Premenstrual syndrome. BMJ Clin Evid 2015: 0806.
Mooney-Somers J, Perz J, Ussher JM. A complex negotiation: women's experiences of naming and not naming premenstrual distress in couple relationships. Women Health 2008; 47(3): 57-77.
O'Brien PM, Bäckström T, Brown C et al. Towards a consensus on diagnostic criteria, measurement and trial design of the premenstrual disorders: the ISPMD Montreal consensus. Arch Womens Ment Health 2011; 14(1): 13-21.
Sveinsdóttir H, Lundman B, Norberg A. Whose voice? Whose experiences? Women's qualitative accounts of general and private discussion of premenstrual syndrome. Scand J Caring Sci 2002; 16(4): 414-423.