Person mit Herzmodell in den Händen – Symbolbild für den Tag der Organspende. (pexels.com, Julia Malushko)

Giorno di donazione di organi il 6. Giugno

5.6.2026

Der Tag der Organspende am 6. Juni erinnert jedes Jahr daran, wie wichtig es ist, sich mit der eigenen Haltung zur Organ- und Gewebespende auseinanderzusetzen. Dabei steht nicht im Mittelpunkt, ob die Antwort „Ja“ oder „Nein“ lautet. Entscheidend ist, dass jede und jeder eine informierte persönliche Entscheidung trifft – und diese auch dokumentiert.

Für viele Menschen ist eine Organtransplantation die einzige Chance auf ein längeres oder besseres Leben. Ende 2025 standen in Deutschland rund 8.300 Patientinnen und Patienten auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Gleichzeitig gab es bundesweit 953 Organspenderinnen und Organspender. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig Aufklärung, Information und eine bewusste Entscheidung sind.

Viele Menschen haben sich bereits Gedanken zur Organspende gemacht, ihre Entscheidung aber noch nicht festgehalten. Liegt im Ernstfall keine Erklärung vor, werden häufig Angehörige gefragt, was vermutlich dem Wunsch der verstorbenen Person entsprochen hätte. Wer seine Entscheidung dokumentiert, schafft Klarheit – unabhängig davon, ob er oder sie einer Organ- und Gewebespende zustimmt oder sie ablehnt. Gleichzeitig werden Angehörige in einer ohnehin belastenden Situation entlastet.

Rund um die Organspende gibt es viele Fragen und Unsicherheiten. Wichtig zu wissen ist: Für eine Organ- und Gewebespende gibt es grundsätzlich keine feste Altersgrenze. Entscheidend ist nicht das kalendarische Alter, sondern der Zustand der Organe und Gewebe. Auch Vorerkrankungen schließen eine Spende nicht automatisch aus. Ob eine Spende möglich ist, wird immer individuell geprüft. Ebenso gilt: Die medizinische Behandlung und Rettung von Patientinnen und Patienten hat immer oberste Priorität. Eine mögliche Organspende wird erst dann geprüft, wenn eine Rettung nicht mehr möglich ist.

Die eigene Entscheidung kann auf verschiedenen Wegen festgehalten werden. Neben dem klassischen Organspendeausweis steht seit 2024 auch das bundesweite Organspende-Register zur Verfügung. Dort kann die Entscheidung online eingetragen, geändert oder widerrufen werden. Die Nutzung ist freiwillig und kostenlos. Der Organspendeausweis kann ebenfalls kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden und ist in 29 Sprachen verfügbar.

Auch im Landkreis Lörrach wird über Organ- und Gewebespende informiert. An den Kliniken des Landkreises begleitet die Transplantationsbeauftragte Babette Jansen das Thema und unterstützt die Umsetzung der entsprechenden Prozesse im Krankenhausbereich. Bereits im Februar konnten sich Interessierte im Rahmen einer Ausstellung im Kreiskrankenhaus Lörrach zur Organtransplantation und Organspende informieren.

Wer Fragen hat, kann sich auch individuell beraten lassen. Das kostenlose Infotelefon Organspende beantwortet Fragen unabhängig und verständlich unter 0800 90 40 400, Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, oder per E-Mail an organspende@bioeg.de.

Der Tag der Organspende macht deutlich: Es geht nicht darum, Menschen zu einer bestimmten Entscheidung zu bewegen. Es geht darum, dass die Entscheidung bewusst getroffen wird.

Fonti

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